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smallforms sucht Solo-Soundperformances für das bezahlte Wiener Programm 2027

Einreichungen sind bis 11. Oktober möglich. Ausgewählte Solokünstler:innen erhalten 400 Euro Honorar; optional ist eine Aufnahme für eine digitale Labelveröffentlichung vorgesehen.

Die Wiener Plattform smallforms sucht Soloperformances für ihr Programm von März bis Dezember 2027. Die Einreichfrist endet am 11. Oktober 2026. Bestätigt sind 400 Euro Honorar und Auftritte von ungefähr 30 bis 60 Minuten. Damit bietet die Ausschreibung Musiker:innen und Soundkünstler:innen eine konkrete bezahlte Möglichkeit für ihre Planung des kommenden Jahres.

Angesprochen sind Musiker:innen, Soundkünstler:innen und Performer:innen, die mit Klang arbeiten. Gesucht werden unterschiedliche Zugänge zur Live-Performance, darunter Stimme, Noise und instrumentale Praxis. Pro Vorschlag ist eine Person vorgesehen. Die Bewerbung an call@smallforms.org soll Audio- und Videolinks, einen Vorschlag mit höchstens 600 Zeichen sowie einen kurzen Lebenslauf enthalten. Wer zusätzlich eine Aufnahmesession möchte, soll dies bei der Einreichung angeben.

Diese Aufnahmeoption erweitert die Perspektive über den Auftritt hinaus: Laut Veranstalter kann die Session zu einer digitalen Veröffentlichung auf dem smallforms-Label führen. Voraussetzung ist eine Auswahl; die Bewerbung allein bedeutet noch keine Zusage. Nicht angegeben sind Unterstützung für Reise oder Unterkunft, die Einordnung des Honorars als brutto oder netto und eine genaue Uhrzeit für den Fristablauf. Diese Fragen sollten Interessierte direkt klären.

smallforms verbindet ein Musiklabel mit einer monatlichen Wiener Performanceplattform. Die offizielle Hintergrundseite nennt 2016 als Gründungsjahr durch den Musiker und Tontechniker Gustavo Petek. Alisa Beck gehört seit 2018 zum künstlerischen Team. Petek betreut Label und Aufnahmen; Programm und Kooperationen werden gemeinsam entwickelt. Öffentliche Präsentation und Dokumentation von Klang greifen damit ineinander.

Für die experimentelle und elektronische Szene Wiens ist der Zugang zu dieser Infrastruktur relevant. Ein genanntes Honorar, das festgelegte Soloformat und die mögliche Labelaufnahme geben unabhängigen Künstler:innen Bedingungen, die sie vor einer Bewerbung einschätzen können. Auch Julian Rubisch führt die Ausschreibung auf seiner Opportunities-Seite. Maßgeblich für die Bedingungen bleibt der Veranstalter.

SCENE:ID sieht den Wert in diesem praktischen Weg von einem eigenständigen Vorschlag zu bezahlter Präsentation und aufgezeichneter Arbeit. Hier wird eine Bewerbungsmöglichkeit bekannt gemacht; ein Line-up steht damit noch nicht fest. Zunächst gilt die Frist am 11. Oktober. Welche Projekte ausgewählt werden und welche Veröffentlichungen daraus entstehen, bleibt abzuwarten.