News/News

Die Kuppel Basel startet mit neuer Co-Leitung

Jo Vergeat führt den Basler Kulturbetrieb neu gemeinsam mit Programmleiter Sandro Bernasconi. Zum Haus gehört auch der elektronische Club Nest.

Kuppel Basel: Club Nest
Foto: Timon Christen / ModulwerkQuelle

Jo Vergeat führt die Kuppel Basel neu gemeinsam mit Programmleiter Sandro Bernasconi. Vergeat hat die Geschäftsführung am 2. November übernommen. Damit beginnt eine neue Zusammenarbeit an einem Ort, der Konzertsaal, Proberäume und den elektronisch geprägten Club Nest verbindet.

Auf der offiziellen Teamseite der Kuppel ist Vergeat als Geschäftsführerin aufgeführt, Bernasconi als Programmleiter; beide bilden die Co-Geschäftsleitung. Vergeat war zuvor im Kulturmanagement tätig und gehört dem Grossen Rat Basel-Stadt an. Bernasconi übernahm die Programmleitung der Kuppel 2025, nachdem er für den Kanton im Bereich Club- und Nachtkultur gearbeitet hatte.

In einem am 4. November veröffentlichten Interview mit dem Basler Medium Bajour sprachen die beiden über einen Ort, der seine Verbindung zur lokalen Szene vertiefen und diese zugleich mit Musikschaffenden aus der übrigen Schweiz und dem Ausland zusammenbringen möchte. Bernasconi sagte, die Programmschwerpunkte sollten im Austausch mit der Musikszene und den Partner:innen weiterentwickelt werden. Vergeat bezeichnete es als Herausforderung, ein jüngeres und vielfältigeres Publikum zu erreichen.

Dieser Anspruch betrifft das ganze Areal. Der grosse Saal der Kuppel bietet Platz für bis zu 600 Personen, das Nest ist ein separater Club im Untergeschoss mit bis zu 200 Plätzen. Hinzu kommen acht Proberäume, die gemäss Kuppel derzeit von 14 lokalen Bands genutzt werden.

Das Programm des Nests verbindet den Führungswechsel unmittelbar mit der elektronischen Kultur. Dort stehen unter anderem House, Breakbeat, Bass, Trance und Techno neben weiteren Stilrichtungen auf dem Programm. In einem früheren Gespräch mit dem Elektronikradio sunshine live beschrieb Betty Achterberg vom Nest den elektronischen Schwerpunkt und den Fokus auf lokale Artists, Labels und Kollektive. Der Führungswechsel im November bedeutet für sich genommen keine neu angekündigte musikalische Ausrichtung des Clubs.

Die Geschichte des Ortes gibt dem Wechsel eine weitere Dimension. Die frühere Kuppel schloss 2016; der Neubau eröffnete im Oktober 2024 nach acht Jahren Betriebsunterbruch. Im Bajour-Gespräch betonten beide Leitungspersonen, wie wichtig ihnen Kontinuität und ein Ort für Begegnungen sind.

Für die elektronische Community in Basel wird sich zeigen, wie die angekündigte Offenheit für lokale Zusammenarbeit im Alltag umgesetzt wird und welche Möglichkeiten für Artists und Kollektive entstehen. Das aktuelle Programm zeigt, was bereits stattfindet. Längerfristige Vorhaben bleiben zunächst Ziele und sind kein neu angekündigter Spielplan.